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Freiwillige der Bayernfreunde mit Herz beim Gruppenbild (alle zweifach gegen Corona geimpft). 3. v. r. (kniend): Initiator Sebastian Oberreitmeier, 5. v. l.: Koordinator: Celal Şimşek (WirHelfen). © Patrick Hoffmann

Am vorletzten Wochenende unterstützten die Bayernfreunde mit Herz, eine private Initiative von Sebastian Oberreitmeier aus dem oberbayerischen Ampfing, mit 25 freiwilligen Helfer*innen und mitgebrachten Baumaschinen die Aufräumarbeiten in verwüsteten Hochwasserregionen in Nordrhein-Westfalen. Die Koordination vor Ort übernahm ein Mitarbeiter von WirHelfen.

Bereits Anfang August waren die Bayernfreunde mit Herz, eine kleine private Initiative des Schreiners Sebastian Oberreitmeier aus Ampfing (Landkreis Mühldorf am Inn), schwer beladen mit Hilfsgütern und Baumaschinen in Hochwassergebiete von Rheinland-Pfalz gefahren.

Vorletzten Freitag investierten sie einen weiteren Urlaubstag und machten sich erneut für ein verlängertes Wochenende auf den Weg von Oberbayern in Katastrophengebiete im Westen des Landes. Diesmal nach Nordrhein-Westfalen, genauer: Swisttal-Odendorf und Erftstadt-Blessem. Dort hatte vor gut fünf Wochen Dauerregen unscheinbare Bäche und Flüsse in reißende Fluten verwandelt. Zerstörungen ungekannten Ausmaßes sind bis heute die Folgen: Erdrutsche rissen ganze Straßen und Häuser mit.

Mit selbst mitgebrachten Baumaschinen 22 LKW-Ladungen Müll beseitigt

25 freiwillige Helfer*innen (zwischen 20 und 60 Jahre alt) fuhren rund 700 km einfach und brachten nicht nur Lebensmittel und Schaufeln, sondern auch schwere Maschinen und Fahrzeuge mit: LKWs, Raupen, Tieflader, Minibagger und andere Baumaschinen. Jedoch war es mit der Anlieferung nicht getan, die Gerätschaften kamen gleich zum Einsatz: Die Freiwilligen befreiten damit Straßen und Flussbette von angesammeltem Unrat (umgestürzte Bäume, Bauschutt, Sperrmüll, Elektroschrott usw.). 22 LKW-Ladungen Müll waren das Ergebnis, das sie zu den örtlichen Sammelstellen brachten.

Die örtliche Bundeswehreinheit versorgte die Fahrzeuge der privaten Hilfsinitiative mit Treibstoff.
Zusätzlich überreichten die Bayernfreunde mit Herz einen gebrauchten und fahrtüchtigen Opel Astra-PKW an eine bedürftige Familie.

Die Koordination und Abstimmung mit den (privat organisierten) Krisenstäben vor Ort übernahm Celal Şimşek von WirHelfen, der bereits Ende Juli eine große Hilfsgüterauslieferung in Erftstadt, Euskirchen und Ahrweiler mitorganisierte und koordinierte (siehe auch Hochwasser-Plattform für Deutschland: Schnell und einfach Hilfe finden und anbieten).

Über 50 Unternehmen und Privatpersonen hatten die Hilfsaktion mit Geld- und Sachspenden und dem kostenlosen Verleih von Maschinen unterstützt. Im Namen der Bayernfreunde mit Herz möchten wir uns u. a. bei folgenden Firmen herzlich bedanken:

Und ein ganz besonderer Dank gilt dem KFZ-Betrieb Koal in Ramerberg (Landkreis Rosenheim) fürs gespendete Auto.

Freiwillige der Bayernfreunde mit Herz mit schwerem Gerät bei Aufräumarbeiten in Flutgebieten in NRW. © Patrick Hoffmann

Große Dankbarkeit der Betroffenen – nächste Fahrt für Ende September geplant

Der körperlich kräftezehrenden Arbeit standen viele emotionale Momente gegenüber. Die von der Flut betroffenen Bewohner*innen der Orte reagierten mit großer Dankbarkeit auf die Hilfe der Freiwilligen: „Es gab viel Winken, Daumen hoch-Zeichen und auch viele Tränen”, beschreibt Sebastian Oberreitmeier seine Eindrücke.

Angesichts des unverändert großen Hilfebedarfs fassten die Bayernfreunde mit Herz bereits während der Heimfahrt am Sonntag den Entschluss, voraussichtlich gegen Ende September erneut mit ihren Maschinen in die Krisenregion zu fahren und zu helfen.

Wegen beruflicher und privater Verpflichtungen hat der Initiator Sebastian Oberreitmeier WirHelfen gebeten, die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen.

Möchtest Du für die nächste Fahrt der Bayernfreunde mit Herz etwas spenden oder selbst aktiv mitmachen? Dann bitte Celal Şimşek ([email protected], Telefon 0152 521 041 00) oder Regina Roos ([email protected], Telefon +41 799351422) kontaktieren. Danke.

 

Georg Hiebl

Georg Hiebl

Georg Hiebl ist ein echtes Münchner Kindl und studierter Sozialwissenschaftler. Zuerst im Medienbereich tätig, hat es ihn durch Zufall für fast zwei Jahrzehnte in die Zahlungsdienstleistungsbranche verschlagen. Doch die Lust am Schreiben ließ ihn nie los. Nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Journalismus-Fernstudium an der Freien Journalistenschule Berlin gehört er nun der "schreibenden Zunft" an. Seine thematische Bandbreite: Musik, Kultur, Essen, Gesundheit, NGOs, Nachhaltigkeit, Minimalismus und vieles mehr. Sein Augenmerk: gute Nachrichten und faire Berichterstattung.

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